Skip to main content

Rückblick auf unsere zweite internationale Tagung

Es waren drei spannende Tage unserer zweiten internationalen Tagung. In diesem Jahr stand sie unter dem Titel bzw. dem thematischen Schwerpunkt: Die Erfindung, ein einzigartiger Weg.

Am ersten Tag begab sich die Teilnehmergruppe im Rahmen der kulturellen und akademischen Aktivitäten nach Zürich.

In diesem Jahr hatte die Tagung einen besonderen Charakter: Neben der Teilnahme derjenigen, die die causAbock für die Psychoanalyse in den letzten Jahren unterstützt haben, fand zudem die offizielle Vorstellung des Artemisa Verlags statt, eine Initiative der causAbock.

Beide Konferenztage standen im Zeichen der Erfindung, dem zentralen Signifikanten der Tagung. Wie es der Psychoanalytiker Jacques-Alain Miller formuliert: „Der Begriff der Erfindung steht naturgemäß im Gegensatz zu dem der Schöpfung.“ Aus dieser Perspektive, so Miller weiter, „legt die Schöpfung den Schwerpunkt auf die Erfindung ex nihilo, aus dem Nichts.“ Ebenso sagt der Psychoanalytiker, dass „die Erfindung sich leichter der Entdeckung entgegenstellt. Man entdeckt, was bereits da ist, man erfindet, was nicht da ist. Insofern ist die Erfindung mit der Schöpfung verwandt. Aber der Schwerpunkt des Begriffs „Erfindung“ liegt in diesem Fall auf einer Schöpfung aus bereits vorhandenem Material“.

Auf dieser Grundlage hält der Psychoanalytiker Héctor Gallo den Eröffnungsvortrag der Tagung, wobei er die Unterscheidung zwischen Erfindung und Schöpfung hervorhebt und dabei auf die klinische Struktur eingeht, in der beide Begriffe einander ersetzen können. Sein Vortrag mit dem Titel „Die Erfindung in der Psychose“ ist ein wunderschöner Kontrapunkt zwischen Gérard de Nerval und James Joyce. Daher war auch die Schöpfung ex nihilo Teil der Thematik unserer Tagung.

Bei der Präsentation des Artemisa Verlags hatten wir die Ehre, den Psychoanalytiker und wissenschaftlichen Leiter des Verlags, José María Álvarez, begrüßen zu dürfen, der sein Buch Prinzipien einer Psychotherapie der Psychose vorstellte, das bereits in fünf Sprachen erschienen ist. Der Psychoanalytiker Héctor Gallo stellte seinerseits sein Buch Suizid, psychische Gesundheit und der Wunsch zu leben. Eine mögliche psychoanalytische Klinik vor. Beide Bücher sind in ihrer spanischen Fassung beim spanischen Verlag Xorio Edicions erschienen. Die deutsche Fassung beider Werke beim Artemisa Verlag ist eine Initiative von „La Otra psiquiatría“ in Zusammenarbeit mit causAbock.

Unser Dank gilt Xoroi und insbesondere dem Verleger Henry Odell dafür, dass sie uns als Verlag mit ihrer Unterstützung den Weg geebnet haben. Unser Dank gilt den Teilnehmern und Referenten, die von ihren analytischen Erfahrungen berichteten und davon, wie sie es geschafft haben, eine bessere Beziehung zum Leben und zu ihrem inneren Wunsch zu entwickeln. Von ihrer Begegnung mit der Psychoanalyse und insbesondere mit ihrem Analytiker Yoany Rendón. Dem wir herzlich für seine Unterstützung, seine Teilnahme und dafür danken, dass er Teil dieses Abenteuers ist.

Die Texte, aus denen sich diese schriftliche Erinnerung zusammensetzt, stammen vollständig aus der Feder der Referenten. Der Vortrag und der dazugehörige Text des Psychoanalytikers Héctor Gallo wurde im Format eines Hauptvortrags gehalten. Die übrigen Autoren haben von ihren analytischen Erfahrungen berichtet und von dem, was sich zunehmend als ihre eigenen Erfindungen herauskristallisiert hat.

Hier finden Sie die Tagungsschrift mit den Aufzeichnungen der Vorträge.
Nicht alle Referenten haben Texte hinterlassen. 

Einige Impressionen der diesjährigen Tagung:


Héctor Gallo, die Tagung eröffnend.


Online aus Spanien zugeschaltet: José María Álvarez, während der Vorstellung seines Buches Prinzipien einer Psychotherapie der Psychose.


José María Álvarezs Buch ist, mit der deutschen Ausgabe von Artemisa Verlag, nun in der fünften Sprache erschienen.


Einige der online präsentierenden Teilnehmer.

Die Tagungsteilnehmer:innen.